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Beziehung in der Krise - Paare mit einem behinderten Kind - WDR Doku

Die Autorin gibt auch medizinischen oder pädagogischen Rat, nur die Kinder kommen leider nicht zu Wort. Auf einmal ist sie Ende 30, die letzte Liebe ging in die Brüche, weit und breit zeigt sich kein Mann oder keine Frau für eine Familiengründung. In ihrem Buch "Mutter, Spender, Kind" stellt Anya Steiner Singlefrauen vor, die sich auf moderne Weise zu helfen wussten — per Samenspende.

Fast immer geht der künstlichen Zeugung eine lange Phase sorgfältigen Nachdenkens voraus: Die Frauen suchen Lektüre, sprechen mit Freundinnen, surfen nächtelang durchs Internet, bevor sie sich für einen Samenspender als Kindesvater entscheiden.

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Denn es gibt diverse Modelle: Viele der Frauen reisen nach Belgien, da sich in Deutschland nur wenige Ärzte gegen ihre Berufsordnung stellen, die eine künstliche Insemination alleinstehender Frauen untersagt und der Zugang zur Samenspende in den Niederlanden schwierig geworden ist. Andere suchen privat nach einem Spender, der sich väterlich einbringt oder es gegen Geld tut oder auch nicht — die Varianten sind zahlreich.

Zwischen den Erfahrungsberichten erklärt die Autorin medizinische Verfahren und die rechtliche Situation und gibt pädagogischen Rat, wie Kinder über ihre Zeugungsumstände aufgeklärt werden sollten. Denn nicht immer funktionieren die Konstruktionen reibungslos.

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Während viele Kinder sich offenbar klaglos in ihrer Situation zurechtfinden, stellen sich andere quer. Ein kleines Mädchen konnte kaum sprechen, als sie sich auf das Wort "Papa" kaprizierte.

Inzwischen ist sie Mitte 30, von ihrem Partner hat sie sich gerade getrennt. Als ihre Beziehung begann, war sie im besten Alter für eine Familiengründung.

Doch die Autorin, selbst alleinstehende Mutter eines Samenspende-Kindes, bleibt optimistisch. Die aus Spendersamen gezeugten Kinder der Single-Mütter seien noch zu klein für Interviews, erklärt die Autorin im Nachwort, die Schlagseite ihres Buches wohl erkennend.

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Doch ist das wirklich wahr? Es gibt sie doch längst — auch im jugendlichen und jungen Erwachsenenalter — die Kinder aus Samenspenden, mutter spender kind wenn singlefrauen familien gründen Kinder mit Vater und ohne Papa, mit Mama und Mutti, mit Papa und Papi und Co-Erziehenden aller Art. Haben die alle nichts zu erzählen, was für ein solches Buch relevant gewesen wäre?

Anya Steiner - Mutter, Spender, Kind Philippa Schindler Privater Spender, anonyme Samenbank oder Adoption? Die Berliner Autorin und Betreuerin des Internetforums für Singlefrauen mit Kinderwunsch porträtiert sechzehn Frauen, die eine Familie gründen. Anya Steiners Tochter ist heute sechs Jahre alt. Sie ist ein Wunschkind und auf die Welt gekommen, weil ihre Mutter jemanden gebeten hat, ihr dabei zu helfen ein Baby zu bekommen — ohne Papa.

So lässt "Mutter, Spender, Kind", bei aller Sympathie für unorthodoxe Familienmodelle und so gut es sich als Ratgeber für Single-Mütter mit Kinderwunsch eignen mag, unwillentlich doch auch die traurigen Seiten der modernen Zeugungsarrangements erkennen: Einsam kreisen die Erwachsenen um ihre Sehnsüchte und Wünsche und versäumen es, denen genau ins Gesicht zu sehen, die es in erster Linie angeht: ihren Kindern! Anya Steiner: Mutter, Spender, Kind - Wenn Singlefrauen Familien gründen Christoph Links Verlag, Berlin Seiten, 16,90 Euro.

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